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16. September 2026

Geruchsneutralisation nach einem Brand

Lesezeit: 5 Minuten

Geruchsneutralisation nach einem Brand:
Welche Verfahren gibt es?

Nach einem Brand bleibt häufig ein hartnäckiger Rauch- und Rußgeruch zurück. Dieser kann sich nicht nur in der Raumluft befinden, sondern tief in Wände, Böden, Holz, Dämmstoffe, Möbel und andere Materialien eindringen.


Für die professionelle Geruchsneutralisation gibt es deshalb nicht das eine Verfahren für jeden Brandschaden. Abhängig von Schadensumfang, betroffenen Materialien und Geruchsintensität kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz – häufig auch in Kombination.


Welche Verfahren dabei eingesetzt werden können und worin sie sich unterscheiden, zeigen wir in diesem Beitrag.

Welches Verfahren eignet sich bei Brandgeruch?

Bevor eine Geruchsneutralisation beginnt, muss zunächst beurteilt werden, woher der Geruch stammt und wie weit sich Rauch und Ruß im Gebäude ausgebreitet haben.

Wichtige Faktoren sind beispielsweise:

  • Welche Materialien haben gebrannt?
  • Wie stark ist die Rauch- und Rußbelastung?
  • Welche Räume und Bauteile sind betroffen?
  • Ist der Geruch nur oberflächlich vorhanden oder bereits tief eingedrungen?
  • Besteht zusätzlich Feuchtigkeit durch Löschwasser?
  • Können belastete Materialien gereinigt werden oder müssen sie entfernt werden?

 

Erst danach lässt sich festlegen, welche Maßnahmen im Rahmen der Brandschadensanierung sinnvoll sind.

Wie Brandgeruch entsteht und warum er besonders hartnäckig sein kann, erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag zum Entfernen von Brandgeruch.

1. Technische Reinigung von Oberflächen

Die Entfernung von Ruß- und Rauchablagerungen gehört zu den wichtigsten ersten Schritten.

Denn solange sich Brandrückstände auf Oberflächen befinden, bleiben auch mögliche Geruchsquellen bestehen. Abhängig vom Material und vom Verschmutzungsgrad kommen unterschiedliche professionelle Reinigungsverfahren zum Einsatz.

Bei geeigneten Oberflächen kann beispielsweise auch Trockeneisstrahlen eingesetzt werden. Das Verfahren eignet sich unter anderem zur Entfernung von Rauch-, Ruß- und Schadstoffablagerungen.

Eine gründliche Reinigung bildet häufig die Grundlage für die anschließende Geruchsneutralisation.

2. Trockennebel und Kaltvernebelung

Bei Trockennebel- beziehungsweise Kaltvernebelungsverfahren wird ein neutralisierender Wirkstoff fein im betroffenen Raum verteilt.

Dadurch können auch schwer zugängliche Bereiche und Hohlräume erreicht werden. Die eingesetzten Wirkstoffe reagieren mit den Geruchsmolekülen und dienen dazu, vorhandene Gerüche zu neutralisieren statt sie lediglich zu überdecken.

Das Verfahren kann insbesondere bei großflächigen Geruchsbelastungen eingesetzt werden.

3. Ozonbehandlung

Bei intensiven Geruchsschäden kann auch eine Ozonbehandlung zum Einsatz kommen.

Ozon reagiert mit organischen geruchsbildenden Verbindungen und kann dadurch zur Neutralisierung hartnäckiger Brandgerüche eingesetzt werden.

Eine Ozonierung ersetzt allerdings nicht die vorherige Entfernung von Ruß und anderen Brandrückständen. Sie ist vielmehr ein möglicher Bestandteil eines umfassenden Sanierungskonzepts.

Da Ozon in höheren Konzentrationen gesundheitlich reizend sein kann, darf die Behandlung ausschließlich kontrolliert durch Fachpersonal erfolgen. Die behandelten Räume dürfen währenddessen nicht betreten werden.

Ozon oder Kaltvernebelung – was ist besser?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten.

Bei der Kaltvernebelung wird ein neutralisierender Wirkstoff fein im Raum verteilt. Bei einer Ozonbehandlung reagiert dagegen Ozon mit bestimmten geruchsbildenden Verbindungen.

Welches Verfahren geeigneter ist, hängt vom konkreten Brandschaden ab. In manchen Fällen können auch mehrere Methoden miteinander kombiniert werden.

Deshalb sollte die Auswahl des Verfahrens immer auf Basis einer vorherigen Schadensanalyse erfolgen.

4. Aktivkohle-Filterung und Luftreinigung

Ergänzend können professionelle Luftreinigungsgeräte mit Aktivkohle- oder HEPA-Filtern eingesetzt werden.

Sie helfen dabei, Partikel beziehungsweise bestimmte geruchsbildende Stoffe aus der Raumluft zu entfernen. Die Luftreinigung kann beispielsweise begleitend zu einer Vernebelung oder Ozonbehandlung erfolgen.

Wichtig ist jedoch: Befindet sich die eigentliche Geruchsquelle weiterhin in einem belasteten Baustoff, reicht eine reine Luftreinigung nicht aus.

5. Rückbau stark belasteter Materialien

Nicht jedes Material lässt sich nach einem Brand vollständig reinigen.

Sind Rauch- und Geruchsrückstände sehr tief beispielsweise in Dämmstoffe, Teppiche oder andere poröse Materialien eingedrungen, kann ein Rückbau notwendig sein.

Stark belastete und nicht mehr sinnvoll sanierbare Materialien werden dabei entfernt und anschließend im Rahmen der Sanierungs- und Renovierungsarbeiten ersetzt beziehungsweise wiederhergestellt.

Häufig ist eine Kombination mehrerer Verfahren sinnvoll

Bei einer professionellen Geruchsneutralisation geht es nicht darum, möglichst schnell ein bestimmtes Verfahren einzusetzen. Entscheidend ist vielmehr die richtige Reihenfolge der einzelnen Maßnahmen.

Je nach Schaden kann diese beispielsweise folgendermaßen aussehen:

  1. Schadensanalyse
  2. Entfernung von Brandschutt und stark belasteten Materialien
  3. Reinigung von Ruß- und Rauchablagerungen
  4. gegebenenfalls technische Trocknung
  5. Geruchsneutralisation durch Ozon oder Vernebelung
  6. ergänzende Luftreinigung
  7. Wiederherstellung der betroffenen Bereiche

 

Gerade wenn bei den Löscharbeiten größere Mengen Wasser in das Gebäude gelangt sind, muss auch der entstandene Wasserschaden berücksichtigt werden. Feuchte Bauteile sollten fachgerecht getrocknet werden, bevor die Sanierung abgeschlossen wird.

Geruchsneutralisation als Teil der Brandschadensanierung

Die Beseitigung von Brandgeruch ist häufig nur ein Teil einer umfassenden Schadensanierung.

Die SMS Group übernimmt neben der Geruchsneutralisation unter anderem die Reinigung, Löschwassertrocknung, Brandschuttentsorgung, Rückbauarbeiten und anschließende Wiederherstellung.

Welche Verfahren eingesetzt werden, wird anhand des jeweiligen Schadensbildes entschieden. So können die einzelnen Maßnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

Unsere Notrufnummer ist 365 Tage – 24/7 für Sie erreichbar: 08000 / 210 220

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Autor des Artikels

Patrick Stornig
Projektleitung

Niederlassung Villach

Häufige Fragen zum Thema

Welches Verfahren eignet sich am besten gegen Brandgeruch?

Das hängt vom jeweiligen Brandschaden ab. Entscheidend sind unter anderem die betroffenen Materialien, die Rußbelastung und die Intensität des Geruchs. Häufig werden mehrere Verfahren kombiniert.

Beide Verfahren funktionieren unterschiedlich und haben verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Welche Methode geeignet ist, sollte anhand des konkreten Schadens beurteilt werden.

Eine gründliche Reinigung von Ruß- und Rauchablagerungen ist ein wichtiger Bestandteil der Brandschadensanierung. Solange belastete Rückstände vorhanden sind, können sie weiterhin als Geruchsquelle wirken.

Ja. Abhängig vom Schaden können beispielsweise Reinigung, technische Trocknung, Vernebelung oder Ozonbehandlung sowie Luftreinigung miteinander kombiniert werden.

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